Evangelische Kirchengemeinde Kleinheubach feiert ihre Mitarbeitenden
Mit viel Schwung, Wärme und Dankbarkeit hat die evangelische Kirchengemeinde Kleinheubach am 25. Januar 2026 ihren traditionellen Mitarbeitendenempfang gefeiert. Auftakt war ein festlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche – und schon hier wurde deutlich, worum es an diesem Tag ging: um Energie, die verbindet und weitergetragen wird.
Pfarrer Sebastian Geißlinger schlug in seiner Predigt eine Brücke zwischen biblischen Bildern und heutiger Lebenswirklichkeit. Wasser, Licht und Nahrung – klassische Symbole der Bibel – übersetzte er in eine Sprache, die im Jahr 2026 ankommt. „Jesus würde heute wohl kaum über frisches Wasser sprechen“, so Geißlinger. Das sei für die meisten selbstverständlich. Stattdessen würde er vermutlich über Kraft und Energie reden – etwas, das in einer fordernden Zeit für viele Menschen kostbar geworden ist.
Doch Energie, machte der Pfarrer deutlich, sei im christlichen Verständnis kein Selbstzweck. Christen seien aufgerufen, diese Kraft weiterzugeben. „Gott schenkt uns so viel Energie – und wir geben sie weiter“, sagte Geißlinger und schlug damit den Bogen zu den Mitarbeitenden der Gemeinde. Mit einem augenzwinkernden Vergleich erklärte er das Zusammenspiel der Konfessionen: Die katholische und die evangelische Kirche seien wie die Ladegeräte von Apple und Samsung – unterschiedlicher Stecker, aber derselbe Strom. Aber letztlich hätten wir Christen die Kraft Gottes noch lange nicht ausgeschöpft.
Nach dem Gottesdienst verlagerte sich das Geschehen ins Gemeindehaus, wo beim Mitarbeitendenempfang gemeinsam gegessen, gelacht und zurückgeblickt wurde. Ein ganzer Schwung an Jugendlichen Mitarbeitern war mit dabei – kein Wunder, schließlich besteht fast ein Drittel der Mitarbeitendenschaft aus Jugendlichen. Eine Bilderschau ließ die Höhepunkte des Jahres 2025 noch einmal lebendig werden. Besonders in Erinnerung geblieben ist das erstmals veranstaltete Lego-Wochenende im Gemeindehaus, das sich als voller Erfolg erwies.
Beeindruckend sind die Zahlen hinter dem Engagement: Über 135 Mitarbeitende zählt die Kirchengemeinde inzwischen. Die jüngste Helferin ist gerade einmal acht Jahre alt, die älteste Mitarbeiterin 84. Manche engagieren sich seit Jahrzehnten, andere sind erst seit wenigen Monaten dabei – gemeinsam bilden sie eine lebendige, ideenreiche Community, aus der immer wieder neue Projekte und Impulse entstehen.
Ein fester Programmpunkt des Abends war die Ehrung langjähriger Mitarbeitender. Für 25 oder sogar 40 Jahre Einsatz wurden Frauen und Männer ausgezeichnet, die die Gemeinde über viele Jahre hinweg geprägt haben – ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und des Dankes.
Zum Abschluss richtete sich der Blick nach vorne: 2026 dürfen sich Gemeinde und Ort wieder auf ein großes Sommerfest freuen. Unter den Bäumen auf dem Kirchhof soll gefeiert werden – mit genau jener Energie, die an diesem Vormittag überall spürbar war.
