„Auf mich kommt es doch sowieso nicht an.“ Diesen Satz kennen viele Menschen. Dass genau das Gegenteil richtig ist, zeigte wieder „Sommer im Kirchhof“ in Kleinheubach auf eindrucksvolle Weise. Ein ganzes Wochenende wurde gefeiert und viele Menschen packten mit an. Während am Freitag Abend die örtlichen Vereine Unterhaltung auf der Bühne vor der Kirche boten und am Samstag dort die Kabarettgruppe Häisd’n daisd gastierte, war der Sonntag ein großes Fest für die ganze Familie. Den roten Faden des Tages lieferte bereits der Familiengottesdienst auf dem Kirchhof. Im Mittelpunkt stand ein Anspiel der Theatergruppe, in der Kinder und Jugendliche mit viel Begeisterung mitwirkten. Auf anschauliche Weise wurde die Frage gestellt: „Auf mich kommt es doch sowieso nicht an?“ Die Antwort war eine klare Botschaft an alle Generationen: Jeder Mensch besitzt Gaben und Talente, die Gott ihm geschenkt hat. Jeder kann etwas bewirken, Verantwortung übernehmen und zum Gelingen des Zusammenlebens beitragen. Wie treffend diese Botschaft war, zeigte sich anschließend auf dem gesamten Festgelände. Zahlreiche Ehrenamtliche hatten das Fest vorbereitet und gestaltet. Ob bei der Bewirtung, den Spiel- und Kreativangeboten oder der Organisation des Tages – überall waren Menschen im Einsatz, die mit ihrem Engagement das Gemeindefest erst möglich machten. Beim Frühschoppen und Mittagstisch sorgte die Gruppe Main-Dreiklang für die musikalische Unterhaltung und in der malerischen Kulisse unter den Linden eine Biergarten-Atmosphäre, in der viele Gäste miteinander ins Gespräch kamen. Ein besonderer Höhepunkt war am Nachmittag der Kleinheubach-Cup, das große Menschenkicker-Turnier anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Kleinheubacher Spendenparlaments. Rund um das Spielfeld herrschte beste Stimmung. Die Spielerinnen und Spieler kämpften mit großem Einsatz um jeden Treffer, während die Zuschauer ihre Teams lautstark anfeuerten. Das Turnier zog viele Jugendliche auf den Kirchhof und sorgte für Begeisterung weit über die teilnehmenden Mannschaften hinaus. Am Ende des Tages zeigte sich, dass das Motto des Familiengottesdienstes weit mehr war als nur ein Gedanke für den Vormittag. Das Fest machte sichtbar, was möglich wird, wenn viele Menschen ihre Fähigkeiten einbringen. Ob auf der Bühne, hinter den Kulissen, am Grill, beim Kuchenverkauf oder auf dem Menschenkickerfeld – jede und jeder trug auf seine Weise zum Gelingen des Festes bei.
